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Zweiter Stop Inle Lake. Das hieß, drei Uhr morgens aufstehen, um irgendwo am Stadtrand mit dem Bus weiterzufahren. Zwölf Stunden Fahrt über Stock und Stein, bei sehr kalten Nachttemperaturen und offenen Türen. Eingezwängt zwischen Reissäcken und gefüllt bis zum letzten Fleckchen, die Sitze nicht für mitteleuropäische Ärsche gedacht. Wer nicht mehr im Bus Platz fand, stieg aufs Dach. Und wer die Serpentinen nicht ertrug, erbrach sich aus dem Fenster. Die Regel im Verkehrsnetz. Was allerdings nicht heißen soll, dass es uns keinen Spaß gemacht hat. Wir waren meistens die einzigen „Langnasen“ im Bus. Konnten die Einheimischen beobachten und sie uns.
Köstliche Genüsse gab es an einem Seitenarm des Inle Lake. Panecake und einen großen Früchteteller. So gestärkt konnten wir eine Kanu-Tour durch die Seitenarme wagen und am nächsten Tag eine Bootstour quer über den See. Das besondere an diesem See? Die Ruhe, die Weite, die wunderschöne Aussicht, das glasklare, spiegelglatte Wasser. Die schwimmenden Gärten die Floating Villages, die Shan-Berge im Hintergrund. Die Pagoden, die einfach so im Gestrüpp auftauchen, der lustige Mönch, der uns was über Bismarck, Volkswagen und Opel erzählte, weil wir aus Deutschland kamen.
Doch wir hörten Bagan rufen. ...
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