Flug nach Hanoi. Wetterwechsel. Der Wintermonsun erwartet uns. Wie kalt doch 20°C empfunden werden können. Hohe Luftfeuchtigkeit, die Klamotten werden nie richtig trocken, alles ist klamm, doch den Regen können wir noch von uns fern halten.
Hanoi - eine Stadt, die man einmal in seinem Leben besucht haben sollte. In eine Zeit gebeamt, die nicht vorstellbar ist. Es bleiben keine Wünsche offen, und doch wandelt man durch ein anderes Jahrhundert, eine andere Epoche. Diese Stadt ist Wahnsinn, versuche eine Straße zu überqueren, nimm nicht das Taxi oder den Bus, setz dich auf ein Mopedtaxi mit deinem schweren Rucksack und lass dich treiben, lass dich führen in ein Leben weit ab von unseren Vorstellungen. So fern, so anders, so östlich, so interessant und beeindruckend.
Halong-Bucht. Wieder mal mitten in der Nacht aufgestanden, um von A nach B zu gelangen, aber am Ende doch diesen einsamen, traumhaften Strand auf Cat Ba gefunden, der uns von Dänen in Vang Vieng empfohlen wurde. Eine Nacht mit den Wellen, den Sternen und dem Wind verbracht. Zu schade, daß das Wetter nicht so schön war wie wir es uns vorgestellt hatten, aber hätten wir dann auch allein in diesem Paradies gesessen?! Wären wir fast allein durch die Halong-Bucht geschippert, hätten wir tausend Felsen, das Weltnaturerbe so intensiv genießen können? Den Drachen fühlen können, der wütend war und das Land zerschlagen hat, so daß dieses Naturwunder dabei erschaffen wurde? ...
Nützliche Hinweise zu Vietnam: Vietnam ist das Gegenteil zu Laos, hat aber wiederum nichts mit Thailand gemeinsam. Geschäftigkeit verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Die Menschen im Norden sind sehr zurückhaltend, aber freundlich. Je südlicher man kommt, desto offener werden die Menschen, aber man weiß nie so recht, woran man ist. Plant man seine Tour ohne die freundliche Unterstützung von Shin- oder Kim-Cafe (Traveller-Organisationen), will man allein reisen, ohne daß man ständig einen Bus voller Reisender um sich herum hat, dann wird die Tour recht teuer. Öffentliche Verkehrsmittel sind für Ausländer doppelt so teuer. Das kann sehr schnell zu Frust führen, da keinerlei Vergünstigungen damit verbunden sind. Man sitzt auf einem ebensolchen harten Brett wie die Einheimischen in einem Zug, 14 Stunden lang, wenn im Schlafwagen nichts mehr frei ist. Also rechtzeitig alles selbst organisieren!
Manchmal kostet ein Essen ein paar Pfennige, manchmal wird der Ausländerbonus auch auf das Lebensmittel aufgeschlagen. Handeln, fragen und realistisch bleiben.
... Nachtzug von Hanoi nach Hué.
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